Das Studium des Zertifikats „Religious Literacy / Religionssensibilität” vermittelt eine Grundbildung im Umgang mit religionssensiblen Gegenwartsfragen. Neben verpflichtenden Veranstaltungen können nach eigenem Interesse thematische Schwerpunkte gesetzt werden.

Gewichtung der Blöcke

Das Zertifikat besteht aus drei Bausteinen:

In der thematischen Grundlegung (A) beschäftigen Sie sich mit Phänomenen und Verhaltensformen gelebter Religion im Kontext gegenwärtiger Gesellschaften und lernen wichtige theoretische Modelle und praktische Ansätze der religionssensiblen Kompetenz (religious literacy) kennen. Sie erwerben ein religionskundliches Grundwissen zu Christentum und nichtchristlichen Religionen und reflektieren ethische Fragen zur Wert- und Normbegründung im Kontext religiöser Orientierungen.

Je nach individueller Schwerpunktsetzung erwerben Sie vertiefend spezielle Kenntnisse und Kompetenzen (B und C) aus den Bereichen Religion und Recht, Liturgie und Raum, Religion und Moral, Religionsphilosophie, Christliches Glaubensbekenntnis oder Religiöse Verständigung.

  • Sie können im gesellschaftlichen Kontext Phänomene und Verhaltensformen gelebter Religion erkennen und deuten. Sie können aus wissenschaftlicher Perspektive zwischen Religiosität, Glaube und Religion unterscheiden.
  • Sie wissen um die Bedeutung religiöser Orientierungen für die europäische Kultur. Sie können wichtige kulturelle Traditionslinien aufzeigen und jüngere religionskulturelle Entwicklungen deuten. Sie kennen die Perspektive der eigenen religiösen Verortung auf die religiöse Pluralität. Sie wissen um interreligiöse Gemeinsamkeiten wie um Differenzen und können Ihren eigenen Standpunkt reflektiert artikulieren.
  • Sie können das Verhältnis von Glaubensgemeinschaften und Gesellschaft beschreiben und kennen religionspolitische Modelle. Sie wissen um eigene Rechte in Sachen Religion (Glaubensfreiheit, Religionsausübung, Elternrechte, Religionsunterricht etc.).
  • Sie kennen die wichtigsten Glaubensvorstellungen und Kultformen christlicher und nichtchristlicher Religionen, vor allem des Judentums und des Islams. Sie wissen um die Strukturen und Formen interkultureller Begegnung und Verständigung und können deshalb den respektvollen Umgang von Menschen unterschiedlicher Kultur- und Religionszugehörigkeit miteinander anleiten und fördern.
  • Sie kennen die wichtigsten Theorien der Ethik zur Wert- und Normbegründung einschließlich der methodischen Unterscheidung von philosophischer und theologisch begründeter Ethik und verfügen über eine angemessene Diskussions- und Argumentationsfähigkeit in Auseinandersetzung mit ethischen Fragen der Gegenwart.
  • Sie kennen im Ansatz Medien und Methoden, mit denen Sie interreligiöse Begegnungsprozesse initiieren und moderieren können.

Bei offenen Fragen zum Zertifikatsstudiengang wenden Sie sich gerne an das Studienbüro der Katholisch-Theologischen Fakultät.

Für konkrete Fragen stehen Ihnen auch die Zertifikatsverantwortlichen zur Verfügung.